Weniger ist mehr - mehr lesen, mehr hören, mehr geniessen
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Hörstern - das Hörportal für Kinder und Jugendliche




SaraSalamander:
Viruszone hab ich überlegt, reizt mich nicht
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Spottdrossel:
Hatte ich nicht mal irgendwo gehört, daß dies
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fandomobserver:
Zum Thema erlaube ich mir, auf unsere Februar
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Sanne:
Ui! Vielen Dank für den Hinweis, das war echt
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SaraSalamander:
Ja, so ist es. Die Leser sind, die die Autore
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Ohne Kaffee läuft hier gar nix...

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gemeldet am: 22.04.2012 15:33

Tagebuch der Apokalypse - J.L.Bourne

An alle Überlebenden! Dies ist das handgeschriebene Tagebuch eines Mannes, der durch die zerstörten Städte streift - auf der Flucht vor dem Grauen, das über die Menschheit gekommen ist. Eine weltumspannende Epidemie hat den Großteil der Erdbevölkerung in blutrünstige Untote verwandelt, die - getrieben von ihrem Hunger auf Menschenfleisch - Jagd auf die wenigen Überlebenden machen. Als sämtliche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie scheitern und selbst Atombomben keine effektive Lösung im Kampf gegen die Zombiehorden darstellen, verbarrikadiert sich ein kleines Grüppchen Überlebender in einem verlassenen Bunker. Obwohl hoffnungslos unterlegen, haben sie sich einem Ziel verschworen: Überleben! Doch schon bald sind die Untoten nicht mehr ihr einziges Problem... (Audible.de)

Ein Hörbuch mit David Nathan ist in der Regel immer ein Genuss. Seine Stimme verleiht jeder Situation ein besonderes "Etwas", sein Timbre schwingt hin und her, so dass man sich wirklich fallen lassen kann.
Ich hätte mich auch gerne fallen lassen, nur war das bei dieser Art von Hörbuch gar nicht erst möglich.

Tage der Apokapylse beschreibt den Untergang der Menscheit, nachdem eine als Grippe fehldiagnostizierte Krankheit von China aus ihren Weg rund um den Erdball geht. Ein Marinesoldat versucht in diesem Chaos zu überleben.  Nun ist es nicht der Überlebenskampf ansich, der das Ganze so interessant macht.
Ob es die Suche nach anderen "Überlebenden" ist, oder die Frage: Ist der Hase da drüben nun auch infiziert? oder Wo ist das nächste Wasserloch und hoffentlich liegt da kein Untoter drin? oder die einfache Suche nach Toilettenpapier... geschweige denn nach Waffen oder einer Möglichkeit einer sicheren Unterkunft in der man evtl. auch länger bleiben kann....
Alles Dinge, die einem im normalen Leben ja so nicht beeinträchtigen.

Day by Day Armageddon von J.L.Bourne beschreibt ein Leben, welches eigentlich keines mehr ist. Es ist ein vegetieren und ein ewiges Gerenne zum nächsten sicheren Ort - und wenn der sich im zweiten Stock eines Hauses befindet. Oder in einem Tower, einem Flugzeug, einer alten Militärbasis....

Jetzt kann man natürlich sagen: Gut, wieder ein Horrorroman mit Zombies, wieder ein Hörbuch, dass auf die Gänsehaut beim Hörer spekuliert.

Dem ist aber gar nicht so. Hier wird schlicht und einfach über einen Überlebenskampf berichtet.  Denn J.L.Bournes Buch hat in America sogar zur Gründung eines Forums beigetragen, in dem die Möglichkeiten des Überlebens bei einer solchen Erkrankung genau ausdiskutiert wurden. Welche Möglichkeiten hätten die Überlebenden überhaupt?
Das Hörbuch ist bei Audible in zwei Teilen zu haben:
Tagebuch der Apokalypse Teil 1 - 7.36h
Tagebuch der Apokalypse Teil 2 - 10.50h

Alles in allem recht nette Unterhaltung, wenn auch teilweise etwas trashig. Aber das mag ich ja gerade.

Susi R. 22.04.2012, 15.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hörbücher | Tags: Horror, Zombie,

Feed: Viruszone

Wer bei diesem Buch einen Zombiehorrorroman erwartet, den muss ich enttäuschen. Hier liegen zwei spannende Thriller zu Grunde, die extrem interessant miteinander verwebt wurden.

Mira Grant ist eine für mich wunderbare Gratwanderung gelungen. Sie hat einen Zombie- und einen Politroman miteinander verwoben, so dass durchaus etwas "brauchbares" dabei herauskommt.

Erzählt wird hier die Geschichte von Georgia und Shaun Mason. Sie leben in einer Welt, in der durch die Mutation zweier Viren - einer sollte Erkältungen auslöschen, der andere den Krebs beseitigen - ein Großteil der Menschheit zu Zombies wird. In dieser Welt müssen die Überlebenden darum kämpfen ein halbwegs normales Leben führen zu können. Denn die Viren machen sich auch in sämtlichen anderen Wesen über 20 kg breit.

Es gibt Virenträger - sogenannte KAs - in deren Blut der Virus schlummert, aber nicht ausbrechen muss. Georgia/Georg - die Hauptheldin des Buches leidet darunter. Mit ihrem Bruder Shaun und der technikverrückten Buffy sind sie Journalisten der Zukunft - via Internetblogs.

Denn das, was wir heute als Informationsmedium kennen, Zeitungen, TV etc. gibt es Aufgrund der Seuche nicht mehr. Keine gr0ßen Menschenansammlungen, Kein Treffen ohne mehrmalige Viruschecks. Die Informationen, die man braucht, besorgt man sich bei den Bloggern.

Als der Präsidentschaftskandidat Senator Peter Rayman die jungen Blogger auf seine Wahltour mitnimmt, sind diese Feuer und Flamme. Es ist ihre Chance es in der Bloggerwelt ganz nach oben zu schaffen.
Euphorisch sagen George, Sean und Buffy zu. Als es während der Kampagne zu Zombie-Übergriffen und offensichtlichen Attentaten kommt, ahnen die drei, dass sie die Story ihres Lebens vor sich haben.... Wenn sie nicht dabei draufgehen.  Denn offensichtlich sind die Anschläge geplant. Als würde jemand versuchen, etwas zu vertuschen. Derjenige schreckt auch vor Mord nicht zurück.


Es ist kein gewöhnlicher Zombieroman wie man ihn sich zum Beispiel einen Roman von Oscar Romero, dem Zombiefilmmacher, vorstellt. Hier wird einfach nur eine Welt beschrieben, die einfach nur aus zwei Teilen besteht: Die Zombies auf der einen und die Überlebenden auf der anderen.

Und diese Welt soll funktionieren. Dass es für die "Lebenden" gar nicht so einfach ist, in dieser Welt zu überleben, das wird hier eindringlich beschrieben.

Und es ist auch kein Politthriller. Hier versucht ein System zu bestehen. Unter welch widrigen Umständen das auch möglich sein mag.

Es macht die Kombination. Und ich gebe zu, ich war am Anfang extrem kritisch eingestellt. Aber mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich werde auch den zweiten Teil DEADLINE, welcher im Juli diesen Jahres erscheinen wird, gerne lesen.

Susi R. 08.03.2012, 22.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Buch/eBook | Tags: Horror, Thriller,

Weltuntergangsszenarien

Momentan bin ich im Weltuntergangsfieber.

Zombies auf den Ohren: Tagebuch der Apokalypse

Auf dem HB Merkzettel:

  • Operation Zombie
  • Stadien des Verfalls (Terra Mortis 1)
  • Fetzer - Du bist untot, Du bist ein Star (wobei ich hier noch mit dem Titel hadere)


Auf dem eBookreader: Feed - VIruszone

Gelesen: Sturm der Seelen - Michael Mc.Bride - und zu spät gesehen, dass es der zweite Teil einer Trilogie ist *gnarf*

Susi R. 19.02.2012, 06.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: in eigener Sache | Tags: Horror

The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore

Dieses Video muss man als Buchblog einfach zeigen und verlinken. Danke an Moonbot Studios für diesen wundervollen und berührenden Zeiträuber.


Susi R. 02.02.2012, 19.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Fundstücke | Tags: Video

Die Insel der besonderen Kinder - Das Hörbuch

Dank AUDIBLE war ich in der Lage unmittelbar nach dem lesen des Buches auch das Hörbuch von Ransom Riggs - gelesen von Simon Jäger - zu hören - genial.

Ein echter Ohrwurm kann ich sagen. Da mir die Protagonisten ja schon bekannt waren, fiel es mir umso leichter, mich in die Geschichte einzufinden.

Die Beschreibung bei Audible sagt folgendes:

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind... Inzwischen ist Jacob 15 Jahre alt und kann sich kaum noch an die wunderbaren Schauergeschichten erinnern - bis zu dem Tag, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt. Jacob findet ihn tödlich verwundet in einem kleinen Wald - und meint für einen kurzen, schrecklichen Moment, ein Monster im Unterholz zu sehen. Seine Eltern und ein Psychiater versichern ihm, dass er sich dies nur eingebildet hat, und schließlich ist Jacob bereit, ihnen zu glauben. Doch dann beginnen sich die Hinweise darauf zu mehren, dass Abrahams Schauergeschichten möglicherweise alles andere als erfunden waren. Gibt es auf einer Insel vor der Küste Englands vielleicht immer noch ein Heim für "besondere" Kinder? Jacob macht sich auf die Suche danach und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freunde findet, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Monster sind höchst real - und sie sind ihm gefolgt...


Meine Meinung...

Simon Jäger ist wie gemacht für dieses Hörbuch. Er nuanciert die Emotionen, er schreit, er flüstert, er fühlt sich in die Personen hinein, so dass man glaubt, denselbigen gegenüber zu stehen.

Wenn man das Buch gelesen hat, hat man das Gefühl, man steht den Personen noch näher. Ja man sieht sie direkt vor sich. Und die Geschichte spricht für sich selbst.

Sie ist fantastisch, skurril, seltsam und doch so interessant, dass man einfach wissen will, wie es weitergeht. Ich habe das Hörbuch in einem Rutsch gehört und kann es jedem empfehlen.

Wer neugierig geworden ist, kann hier den Trailer sehen.

Susi R. 02.02.2012, 19.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hörbücher | Tags: Jugendbuch, Fantasy,

Die Insel der besonderen Kinder - Ransom Riggs

Auch das ist ein Buch, dessen Einband mich von Anfang an fasziniert hat. Es war direkt der Drang dabei, es besitzen zu wollen. Beim durchblättern des Buches habe ich festgestellt, dass es voll mit seltsamen Bildern war - und das hat mich fasziniert.

Erzählt wird die Geschichte von Jacob, dessen Großvater ihn immer mit seltsamen Geschichten einer Insel überrascht. Es wird von schwebenden Mädchen und unsichtbaren Jungen erzählt, von Zwillingen, die sich in einer seltsamen Sprache unterhalten oder von dem Mädchen, dass ihm Glas lebt.

Als Jacob 16 ist, wird sein Großvater auf seltsame Weise getötet und Jacob glaubt im Garten ein Monster zu sehen. Jacobs Ehrgeiz ist nun gepackt und als sein Vater, ein verhinderter Ornithologe, sich zu den Inseln der Vorfahren begibt - um für sein zigstes, nicht veröffentlichtes Buch zu recherchieren, hängt sich Jacob dran. Es wird das Abenteuer seines Lebens.

Ich möchte nicht mehr verraten, denn dieses Buch ist ein Kleinod, dass man einfach lesen und besitzen muss. Wo zum Teufel hat sich der Autor die letzten Jahre versteckt? Der Roman kennt keinerlei Tiefpunkte und die Geschichte ist so fantastisch, so skurril, dass es einfach Spass macht weiterzulesen. Man will, nein man muss wissen, was nun passiert.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann es wirklich nur empfehlen.

Susi R. 01.02.2012, 21.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Buch/eBook | Tags: Jugendbuch, Fantasy,

Das Labyrinth der Wörter - Marie-Sabine Roger

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher. An die Worte, die diese Bücher bilden.

Der tollpatschige Germaine hat es in seinem Provinzstädtchen nicht leicht.
Seine Mutter hat ihn nie gewollt und tyrannisiert ihn noch als Erwachsenen. Er ist Mitte vierzig, haust in einem Wohnwagen auf dem Grundstück seiner Mutter und  trifft sich ab und zu mit Annette, die er sehr gerne hat.

Doch eines Tages lernt er die pensionierte Margueritte kennen, die ihm die Liebe zur Literatur lehrt. Margueritte ist eine kultivierte feinsinnige alte Dame, die ihm ohne Vorbehalte Anerkennung und Freundschaft entgegen bringt, die er noch nie erfahren hat.

Beide treffen sich nun regelmäßig im Park, zählen die Tauben und Margueritte liest Germain aus den Klassikern vor. Das verstehen dieser großen Worte fällt Germain am Anfang noch sehr schwer. Doch als Margueritte ihm ein Wörterbuch schenkt, verfällt Germain den Worten und beginnt zu verstehen und so macht er unbemerkt positive Veränderungen durch, die auch seine Sicht auf der Dinge in einem anderen Licht strahlen lassen.
.
Es ist eine empfehlenswerte, rührende, nicht alltägliche Geschichte voller Menschlichkeit und herzerfrischendem Humor.

Meine Meinung...

Ich bin eigentlich kein Freund der franz. Literatur - aber...
Ich habe Ausschnitte des Filmes mit Gerard Depardieu gesehen - und war hin und weg. Ich wollte dieses Buch lesen. Immer mit der Prämisse im Kopf, dass ich Depardieu sprechen höre. Es hat funktioniert. Es hat mir dieses Buch näher gebracht, dieses grossen, am Anfang "dumben" Mann, der nur sein Café und seinen Wohnwagen kennt. Der an den vorgelesenen Worten wächst, sein Wissen erweitert und feststellt, dass er doch gar kein Dummkopf ist, obwohl ihm das seine Mutter seit Kindertagen einredet.

Tut Euch den Gefallen an und lest dieses Buch. Es ist eine echte Bereicherung im Bücherregal.

Susi R. 01.02.2012, 21.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Buch/eBook | Tags: Belletristik

Das Portal der Dämonen - John Connolly

Da ich ein Freund von Jugendliteratur bin, hat mich die Beschreibung des Hörbuches bei Audible sehr gereizt.

Der 11-jährige Samuel ist ein ganz normaler Junge, na ja, vielleicht ein bisschen schlauer als der Rest, aber ansonsten alles im grünen Bereich. Bis, ja bis seinen gelangweilten Vorstadtnachbarn nichts Besseres einfällt, als mal eben ein wenig Dämonenbeschwörung zu üben. Das klappt dummerweise überraschend gut und nun sind die dämlichen Nachbarn nicht nur von Dämonen besessen, sondern diese fiesen Gestalten auch noch hinter Samuel und seinem Dackel Boswell her. Die waren nämlich unfreiwillige Zeugen als die Hobby-Satanisten das Portal im Universum auftaten, durch das der finstere Lord nun seine Voraustrupps in die Welt der Menschen entsendet. Tja und jetzt ist es also an Samuel, den Schlamassel wieder zu richten und den Untergang der Menschheit zu verhindern.


Meine Meinung...

Dank des Teilchenbeschleunigers CERN in in der Schweiz ist die Pforte der Dämonen geöffnet. Zwar nicht in der Schweiz sondern im Keller der Abernathys, die just in diesem Moment mit ihren Nachbarn eine Dämonenbeschwörung geplant haben.

Die Abernathys und ihre Gäste werden ausgelöscht und ihre Körper werden  von Dämonen als Verkleidung genutzt. Sie wollen im Geheimen das Portal geöffnet lassen und so ihrem Meister ungeahnte Möglichkeiten eröffnen.

Mit dem Inkognito wird das aber so gar nichts, denn Samuel und sein Dackel haben alles durchs Fenster beobachtet.

Das wirft nun zwei Probleme für Samuel auf:
Wie soll er die Welt retten, wenn einem Zwölfjährigen niemand glaubt, und was hat er einem rachesüchtigen Dämon entgegenzusetzen, der ihm nach dem Leben trachtet?

Es könnte so gut weitergehen. Da taucht Nurd auf - die Geisel der Finsternis. Ein derart vom Pech geplagter Dämon der soviel Potential bietet... und der Schriftsteller vergeigt es.

Daran kann auch Gerd Köster nix machen, denn er liest ja nur das Buch vor - und die Übersetzung ist teilweise total verquer. So redet kein normaler Mensch...

Man hätte soviel draus machen können. Aber der Autor wolle sich offensichtlich nicht festlegen. Schade drum, dass ein Buch, dass so vielversprechend begang, so den Abgang gemacht hat. Schande über die Lektoren, die diese Übersetzung so durchgehen ließen.


Susi R. 01.02.2012, 20.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hörbücher

Wieviel Kritik verträgt ein Autor? - Oder - wie man sich selbst die Butter vom Brot nimmt.

Seit Monaten geistert durchs Internet der Streit zwischen einem Autor und einer Buchbloggerin, die sich erlaubt hat, das Werk besagten Autors zu kritisieren.
Ich spare mir Verlinkungen, diese gibt es bei Sara Salamander zu Hauf und mit einer ebenso tollen Meinung nachzulesen.

Das Ganze nimmt nun gerade lachhafte Züge an.  Autor und Verlag schießen gegen die Buchblogger, die ja weder Literatur noch sonstwas studiert haben. Es werden Thesen aufgestellt, wer überhaupt kritisieren darf, wie Kritiken auszusehen haben, was geschrieben werden darf.

HALLO - GEHTS NOCH?

Liebe(r) Autor(en/Innen),

Ihr/Sie vergessen eines: Wir sind ihr Publikum. Sie spielen für uns. Wir bezahlen Sie und den ganzen Kladderadatsch auf der Bühne und dahinter durch den Kauf Ihrer Bücher. Sie schreiben für uns, die wir Ihnen durch unser Geld den Kauf von Häusern, Autos oder ganz banal des täglichen Brotes finanzieren.

Ich habe schon einige Autoren kommen und gehen gesehen. Ich denke, manche erweitern die Liste durch falsches Vorgehen von selbst und ohne nachzudenken.

Kritik ist nichts Böses. Sie soll uns formen, uns Hilfe geben uns weiterzuentwickeln. Kritik ist etwas positives, auch wenn man sich zuerst auf den Schlips getreten fühlt. so hat sie doch etwas erreicht: Sie bringt uns zum nachdenken.

Mir fällt hierzu eigentlich nur noch ein: Wer nicht hören will, muss fühlen.

Ach und nebenbei bemerkt: Auch ich lasse mir weder von Verlagen, Autoren, Communities vorschreiben, wie ich diesen Blog führe, was ich schreibe, wie welche Kritiken zu verarbeiten sind. Ich bin neutral, habe eine eigene Meinung - und die lasse ich mir nicht nehmen.

In diesem Sinne: Viel Spass beim nächsten Buch - egal ob es gefällt, oder nicht!


Susi R. 21.01.2012, 15.07 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: in eigener Sache

Ich.darf.nicht.schlafen - S.J.Watson

Stellt Euch vor, Ihr wacht morgens auf, und wisst nicht, wer Ihr seit. Neben Euch liegt ein fremder Mensch im Bett. Das Zimmer, in dem Ihr aufwacht ist Euch fremd, genauso wie die Aussicht aus dem Fenster, aus dem Ihr gerade schaut.




Genau das passiert Christine jeden Morgen. Mit mühsamen Schritten versucht sie ihrem vergangenen Leben auf die Schliche zu kommen. Sie beginnt Tagebuch zu schreiben. Das findet sie aber nur wieder, wenn sie einen Anruf ihres behandelnden Arztes bekommt, wobei sie eigentlich auch nicht weiß, daß sie seine Patientin ist.

Ihr Ehemann Ben, - ist sie wirklich verheiratet? - versucht ihr ebenfalls auf die Sprünge zu helfen. Und wieso hat sie Flashbacks mit einer rothaarigen Frau und wer zum Teufel ist Adam?

Und warum steht in ihrem Tagebuch: Trau Ben nicht? Ist eigentlich alles so, wie es scheint?

Ein irrsinniger Thriller, den ich verschlungen habe. Kann man sich noch mehr Grauen am frühen Morgen vorstellen, als nicht zu wissen, wer man ist? Wieso ist mein Körper plötzlich 20 Jahre älter, meine Haare grauer, meine Kleidung so anders. Wer zum Teufel bin ich?

Eine Frage die Christine Lucas langsam aber sicher für sich beantworten muss.

Susi R. 08.01.2012, 20.50 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Buch/eBook | Tags: Thriller

Das Licht, das tötet - Derek Meister




Seit ein paar Wochen gibt es mit Hörstern und mir eine neue Kooperation. Die Webseite hoerstern.de hat sich auch Kinder- und Jugendliteratur spezialisiert. Und gerade deswegen freue ich mich auch sehr auf die Zusammenarbeit, denn ich liiiiebe Kinder- und Jugendbücher - egal ob digital, gedruckt oder auf den Ohren :).

Das erste Buch, welches ich rezensieren werde, ist von Derek Meister - Das Licht, das tötet.



Inhaltsbeschreibung vom Hörstern;


Es gibt sie. Ian Boroughs weiß es. Er kann sie sehen. GEISTER.


Sie tauchen aus dem Nichts auf. Sie verbrennen alles, was sie berühren. Sind diese Wesen schuld am Tod seines Vaters? Sind sie der Grund, weshalb Ians Großvater seit über dreißig Jahren verschollen ist? Gemeinsam mit seinem besten Freund beschließt der 17-jährige Ian, das Geheimnis zu lüften. Nicht ahnend, wie gefährlich die Geister wirklich sind …


Eine intelligente Kombination der Genres Mystery, Thriller und Science Fiction: Der Drehbuchautor Derek Meister bezieht sich in diesem Roman auf realhistorische Ereignisse, wie z.B. die Ufo-Sichtung in Bentwater. Er stellt Phänomene der modernen Physik in einen neuen spannenden Zusammenhang und bezieht sich auf die „Stringtheorie“, die den Aufbau unserer Materie neu beschreibt. Auch die Schauplätze, die der Autor dank sorgfältiger Recherche mit viel Lokalkolorit zum Leben erweckt, sind außergewöhnlich: Die Geschichte spielt in den schnelllebigen Metropolen London und Tokio, aber auch auf einer Forschungsstation in der Abgeschiedenheit der Antarktis.

Zur HÖRPROBE gehts HIER lang.


Meine Meinung:

Mit Nicky von Tempelhoff ist ein sehr guter Vorleser für dieses Hörbuch gewählt worden.
Schon nach ein paar Minuten ist man mitgerissen und lauscht gespannt dem Hörbuch.

Das Buch spielt an 4 verschiedenen Orten: London, Tokio,  der Antarktis und Rendlesham, dem mysteriösen UFO-Ort. Die Orte und die Personen verknüpfen sich während des Lesens miteinander, so dass man genau weiß, daß alles irgendwie zusammenhängt.

Ebenfalls gut gestaltet ist die Größe der Kapitel. Sie bewegen sich zwischen 4 und 9 Minuten - in meinen Augen sehr kindgerecht.

Susi R. 08.01.2012, 20.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hörbücher | Tags: Jugendbuch

Gaby Köster - Ein Schnupfen hätte auch gereicht

Gaby Köster ist uns allen als Rita in der gleichnamigen Comedyserie bekannt. Sie war das Ziehkind von Rudi Carrell in "7 Tage-7Köpfe" und erlitt bei den Dreharbeiten zu Rita einen Schlaganfall. Ihr Leben änderte sich komplett - Rollstuhl, aufgesägte Schädelplatte, Chaos im Gehirn.


Die Beschreibung des Hörbuches bei Audible
lautet wie folgt:


Gaby Köster ist wieder da! Und räumt auf! Mit Gerüchten und Lügen über ihre Krankheit. Schonungslos. Wahr und aufrichtig ehrlich. Mit großer Klappe und großem Herz! Laut und lustig. Sensibel und traurig. Eben 100% Gaby Köster. Wie man sie kennt und liebt.

Seit Jahren gehört sie zu den bekanntesten und erfolgreichsten Gesichtern der deutschen Comedy-Szene. Aber auf dem Höhepunkt ihrer Karriere passiert das, womit keiner rechnet: Gaby Köster erleidet einen schweren Schlaganfall. Ihre bewegende Geschichte ist die einer Ausnahme-Künstlerin und einer starken Frau, die trotz ihres schweren Schicksals nicht aufgibt und ihre neue Chance im Leben nutzt. Ein Buch, das einen berührt, immer wieder zum Lachen bringt und gerade deshalb so viel Mut macht!

Zur HÖRPROBE geht es HIER entlang...



Meine Meinung:

Ein erstaunliches Hörbuch, bei welchem ich oft innehalten musste. Denn Gaby Köster hat heute noch Probleme mit der Aussprache - das merkt man - und gerade das macht das Hörbuch authentisch und berührt.

Sie beschreibt sehr genau, wie es zum Schlaganfall kam. Erzählt detailliert vom Koma, den Wochen danach, den Gefühlen ihres Sohnes Donald, der Mum, den Freunden, die nicht von ihrem Bett wichen.

Und sie lässt ihr Leben Revue passieren. Nie langweilig, immer mit einem Augenzwinkern im Gesicht und einem frechen Spruch auf den Lippen. Diese Frau kann sich sehr gut selbst auf den Arm nehmen - trotz dieses Schicksalsschlages.

Für mich ein sehr kurzweiliges Hörbuch - eine absolute Hörbuchperle aus meiner Sicht.

Susi R. 08.01.2012, 19.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hörbücher | Tags: Gegenwartsliteratur; Hörbuchperle

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