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Ausgewählter Beitrag
Wieviel Kritik verträgt ein Autor? - Oder - wie man sich selbst die Butter vom Brot nimmt.
Seit Monaten geistert durchs Internet der Streit zwischen einem Autor und einer Buchbloggerin, die sich erlaubt hat, das Werk besagten Autors zu kritisieren.
Ich spare mir Verlinkungen, diese gibt es bei Sara Salamander zu Hauf und mit einer ebenso tollen Meinung nachzulesen.
Das Ganze nimmt nun gerade lachhafte Züge an. Autor und Verlag schießen gegen die Buchblogger, die ja weder Literatur noch sonstwas studiert haben. Es werden Thesen aufgestellt, wer überhaupt kritisieren darf, wie Kritiken auszusehen haben, was geschrieben werden darf.
HALLO - GEHTS NOCH?
Liebe(r) Autor(en/Innen),
Ihr/Sie vergessen eines: Wir sind ihr Publikum. Sie spielen für uns. Wir bezahlen Sie und den ganzen Kladderadatsch auf der Bühne und dahinter durch den Kauf Ihrer Bücher. Sie schreiben für uns, die wir Ihnen durch unser Geld den Kauf von Häusern, Autos oder ganz banal des täglichen Brotes finanzieren.
Ich habe schon einige Autoren kommen und gehen gesehen. Ich denke, manche erweitern die Liste durch falsches Vorgehen von selbst und ohne nachzudenken.
Kritik ist nichts Böses. Sie soll uns formen, uns Hilfe geben uns weiterzuentwickeln. Kritik ist etwas positives, auch wenn man sich zuerst auf den Schlips getreten fühlt. so hat sie doch etwas erreicht: Sie bringt uns zum nachdenken.
Mir fällt hierzu eigentlich nur noch ein: Wer nicht hören will, muss fühlen.
Ach und nebenbei bemerkt: Auch ich lasse mir weder von Verlagen, Autoren, Communities vorschreiben, wie ich diesen Blog führe, was ich schreibe, wie welche Kritiken zu verarbeiten sind. Ich bin neutral, habe eine eigene Meinung - und die lasse ich mir nicht nehmen.
In diesem Sinne: Viel Spass beim nächsten Buch - egal ob es gefällt, oder nicht!
Susi R. 21.01.2012, 15.07
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Kommentare zu diesem Beitrag
Zum Thema erlaube ich mir, auf unsere Februarausgabe hinzuweisen. Die hat die Titelgeschichte "DIE REZIMAFIA" und beschäftigt sich exakt mit diesem Fall. Das Schöne: der Download kostet nix. :-)
Hier klicken
vom 01.02.2012, 00.26
Ihr habt definitiv einen neuen Fan :)
Ui! Vielen Dank für den Hinweis, das war echt spannend nachzulesen. Und ich hab ein paar neue Autoren entdeckt, von denen ich bestimmt mal was lesen möchte (im Gegensatz zum Oeuvre des Herrn A*ht, der mir gern gestohlen bleiben kann
)Liebe Grüße!
vom 21.01.2012, 21.48
Hast Recht Sanne. Es gibt genug Autoren/Innen die gelesen und auch mit Kritk gefördert werden wollen.
Ja, so ist es. Die Leser sind, die die Autoren finanzieren. Nicht die studierten Literaten :-)
Aber zum Glück durfte ich sehr viele Autoren kennenlernen, die positiv auf Kritik reagieren. Die sich bedanken für konstruktive Reaktionen. Die den Kontakt zu Lesern und Rezensenten suchen und den Lesern durch ihre aufgeschlossene Art so richtig Lust machen auf ihre neuesten Bücher :-)
vom 21.01.2012, 16.26
Ich denke, dieser Herr ist eine Ausnahme und das hat er mittlerweile auch zur Genüge gespürt.








Hatte ich nicht mal irgendwo gehört, daß diese "offiziellen" Literaturkritiker nur gescheiterte Autoren wären?
Ich hatte mir mal einen ganzen Schwung "ausgewählte Literatur" andrehen lassen - hatte gedacht, ok, Lesefutter brauche ich sowieso, und wenn man dabei noch was lernt... Ich mußte feststellen: ich bin anscheinend ein Banause
Und die Geschmäcker sind nun mal verschieden - ist mir auch in der Unterhaltungsliteratur schon passiert, daß ich mit einem Bestseller nix anfangen kann. Eine gute Kritik kann schließlich auch weiterhelfen - was nutzt es Autor und Verlag, wenn sie nur bejubelt werden wollen, und nachher niemand das Machwerk kauft?
vom 02.02.2012, 19.25
Es ist leider so, dass Literaturkritik anscheinend nur "hoch
studierten" Menschen zusteht. Möglicherweise sind diese auch noch im
Verlagswesen tätig oder haben sonst irgendwie etwas mit Schreiberei zu tun. So
glauben es diese Menschen auf jeden Fall.
haben keinerlei Ahnung. Man hat uns wahrscheinlich in der Schule die Keilschrift
beigebracht und es ist ein Glück, daß wir 1+1 zusammenzählen können. Aber wir
sollen und dürfen Geld für Bücher und geschriebenes ausgeben - natürlich ohne
das Geschriebene in Frage zu stellen.
soll, wie Du schreibst, ein Ansporn sein, es beim nächsten Mal besser zu machen.
Leider sehen das einige Autoren und Verlage nicht so. Aber da haben wir ja eine
wunderbare Möglichkeit, in dem wir uns dem Kauf der Bücher einfach verweigern.
Gott sei Dank gibt es genug Autoren, die darauf warten, gelesen zu werden. Und
die auch dankbar sind, wenn man auch mal einen Verbesserungsvorschlag macht.
Denn mehr ist eine Kritik in meinen Augen nicht. Nur, dass ich für meinen Teil
nicht so gut bezahlt werde, wie diese sogenannten "Literaten